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Pressemitteilung TV Bad Mergentheim
- Der Vorstand -

 

Kinderschutz genießt im TV höchste Priorität

Offensiv setzt sich der TV Bad Mergentheim für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt ein und verabschiedet ein umfassendes Handlungskonzept. "Das Thema hat für uns höchste Priorität und wird über das Schutzkonzept hinaus auch in der Satzung unseres Vereins verankert", kündigte Vorsitzender Thomas Beiersdorf am Donnerstag in einem Pressegespräch an. Während dieses Gesprächs unterzeichnete Beiersdorf eine Kooperationsvereinbarung mit dem Main-Tauber-Kreis, der dem Schutz von Kindern und Jugendlichen im Verein ebenfalls größte Aufmerksamkeit beimisst.

Der Aufforderung des Landkreises, eine entsprechende Vereinbarung abzuschließen, habe im TV einen Prozess beschleunigt, der bereits im Gang war, erläuterte der Vorsitzende des größten Sportvereins in Bad Mergentheim und eines der größten im gesamten Main-Tauber-Kreis. "Unsere Ju Jitsu-Abteilung ist hier ein absoluter Vorreiter und zählt zu den ersten in ganz Deutschland, die über ein zertifiziertes Konzept zum Schutz von Minderjährigen vor sexueller Gewalt sowie Mobbing, Diskriminierung und verbaler Gewalt im weitesten Sinne verfügt", so Beiersdorf. Darauf aufbauend hat der Vorstand eine Arbeitsgruppe berufen, die in den vergangenen Monaten ein Konzept erarbeitet hat, das im Dialog mit dem Vorstand weiterentwickelt wurde.

Der Arbeitsgruppe gehörten Hennes Meinikheim (Abteilungsleiter Ju Jitsu), Agnes Meinikheim (Schriftführerin TV-Vorstand), Anita Happold (Abteilungsleiterin Turnen) und Uwe Vetter (Abteilung Turnen) an. Nach mehreren Runden im Arbeitskreis und im Vorstand hat der Vorstand das Konzept beschlossen und damit für den gesamten Verein verbindlich gemacht. Beiersdorf: "Wir wollten ein Instrument, das über die Vereinbarung mit dem Landratsamt hinaus geht, und gehen damit auch ganz offen um. Die vorbeugende Beschäftigung mit Fragen des Kinderschutzes ist für einen verantwortungsvollen Verein unverzichtbar." Beiersdorf spricht von einem "Frühwarnsystem": "Man hat ja auch hoffentlich einen Brandmelder in seinem Haus, obwohl das Haus hoffentlich nie brennt."

Das Thema sexuelle Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen dürfe nicht negiert, auch der Sport sei davon nicht frei. Beiersdorf fordert eine Kultur des "Hinschauens". "Es müssen alle Anstrengungen unternommen, damit sexualisierte Gewalt keine Chance hat. Dass sich betroffene Kinder und Jugendliche erst nach Jahren öffnen, sei es aus Scham oder weil Vertrauenspersonen fehlen, darf ebenso wenig sein. Wir haben 826 Mitglieder, die jünger als 18 Jahre sind. 422 davon sind jünger als zwölf Jahre - denen und ihren Eltern gegenüber sind wir verpflichtet."

Vorstand und Arbeitsgruppe haben deshalb ein Konzept ausgearbeitet, dass auf mehreren Säulen ruht. Die hauptamtlichen Trainer im TV müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Darüber hinaus fordert der Verein eine Selbstverpflichtungserklärung, sowie ein Verhaltenskodex von allen ehrenamtlichen Trainern, Übungsleitern, Betreuern und sonstigen im Kinder- und Jugendbereich engagierten Helfern. Darin bekräftigen sie das Wohl der ihnen anvertrauten minderjährigen Sportler zu achten und zu schützen - auch gegen Mobbing innerhalb der ihnen anvertrauten Trainingsgruppe. Außerdem müssen die Verantwortlichen versichern, dass gegen sie kein Verfahren anhängig ist oder Urteil vorliegt, das in den Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und weitere mit dem Thema Kinderschutz korrespondiere Paragrafen des Strafgesetzbuches betrifft. Beiersdorf: "Die Vorstandschaft des TV wird diese Erklärungen ebenfalls abgeben, unabhängig davon, ob die Mitglieder des Gremiums als Übungsleiter tätig sind oder nicht."

Die zweite Säule des Konzepts ist es, dass es für die mindestens 130 Trainer und Übungsleiter und im weiteren auch Betreuern und Helfern Handlungsregeln gibt für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Training und Wettkampf. "Einiges mag selbstverständlich klingen, aber es ist wichtig, dass man sich vor Augen führt, dass so manche Grenzüberschreitung zunächst gar nicht als solche wahrgenommen wird". Um hier die Trainer und Übungsleiter zu sensibilisieren, wird es im TV Schulungen geben, die verpflichtend sind und zunächst alle zwei Jahre wiederholt werden müssen." Parallel zu den Handlungsempfehlungen gibt es drittens Handlungsempfehlungen für einen Verdachtsfall und mit Hennes Meinikheim einen Kinderschutzbeauftragten , der vereinsintern die Abteilungsleitungen, Trainer und Übungsleiter sensibilisieren soll und in Verdachtsfällen für Eltern und Betroffene als unabhängiger Ansprechpartner fungiert.

Beiersdorf: "Uns ist es wichtig, dass wir den Eltern und Kindern größtmögliche Sicherheit geben. Das gleiche gilt für unsere Trainer und Übungsleiter. Die Ehrenerklärungen werden mit höchster Vertraulichkeit behandelt. Letztlich schützen wir damit auch unsere Trainer und Übungsleiter. Dem Vorstand ist das gesamte Thema so wichtig, dass wir bei der Hauptversammlung im nächsten Jahr eine Satzungsänderung anstreben, um den Kinderschutz, aber auch die Prävention vor Mobbing, Diskriminierung und dergleichen fest als Leitgedanke im Verein verankern. Hier fängt Fair Play an.




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